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| Kontakt: E-Mail |
MTV Aalen 1846 e.V. , Stadionweg
11, 73430 Aalen
Tel. 07361 43343, Fax. 07361 94 33 12, E-Mail
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Nachfolgend der Jahresbericht aus unserem MTV-Spiegel 2009. Aktuelles siehe "News" auf der linken Infoleiste.
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Fechten |
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Fechtkunst – eine historische
Betrachtung |
Josef Francz |
Die Kunst des Fechtens besteht darin zu treffen ohne
selbst getroffen zu werden.
Dieser Grundsatz steht auch seit dem 18. Jahrhundert als
Definition. In einem Lexikon aus dem Jahr 1735 wurde die
Fechtkunst wie folgt definiert :
Eine rittermäßige Übung welche lehret, wie man mit Vortheil
den Degen nach der Kunst führen, und also seinem Gegner
einen Streich anbringen, sich aber vor seinen Streichen
geschicklich beschützen soll. Dazu gehöret, daß man sich
ein anständiges Lager und Positur angewöhnet, seinen
Gegenhieb oder Stoß hurtig anzubringen wisse, daß man
sich niemals aus seinem Vortheil setzen und Blöße geben
möge.
Das moderne Sportfechten wird auch heute noch als Kunst
des Angriffs und der Verteidigung mit einer Waffe definiert.
Hinsichtlich der Fechtkunst führt dies zur Kunst, dass der
Fechter alle zum Begriff „Fechten“ gehörenden Elemente als Teile völlig beherrscht und in der Ausübung (im Fechtkampf)
frei einsetzt und miteinander verbindet, dass daraus ein
Ganzes entsteht, wie ein Künstler aus zahlreichen Elementen
und Details ein Ganzes als Kunstwerk formt. Das geistige
Verflechten der einzelnen Teile ist die Kunst, so dass jedes
Element mit den anderen harmoniert und diese sich gegenseitig
unterstützen und ergänzen bzw. sich eins aus dem anderen
entwickelt, und wenn alles auch physisch perfekt ausgeführt
wird.
Dieses Ziel anzustreben gehört mit zu Hauptaufgaben unseres
wöchentlichen Trainings. Dass dies sehr mühsam ist und die
Fortschritte nur in kleinen Schritten zu erreichen sind, liegt in
der Natur der Sache. Dies konnte man auch feststellen beim
Anfängerkurs im Rahmen von „Aalen sportiv“. Mit 10 Kindern
haben wir den diesjährigen Frühjahrskurs begonnen, 1 Mädchen
und 5 Jungen haben den Kurs zu Ende gemacht und 3
davon möchten die „Fechtkunst“ vertiefen und sich bis zum
Wettkampffechter ausbilden lassen. Während des Fechtkurses
ging es nicht nur um Waffenstellung, Beinarbeit und andere
fechterische Grundbegriffe, sondern Spiel und Spaß nahmen
großen Raum ein.
Neben der Arbeit der fechterischen Grundausbildung im
Fechtkurs und dem wöchentlichen Training mit unseren
Schülern und Jugendlichen steht auch die Vorbereitung auf
Wettkämpfe und Turniere. Trainer Bernd Milde bringt sich
hierbei verstärkt ein, wofür wir ihm recht herzlich danken. Bei
den sportlichen Ereignissen steht das jährliche Vereinsturnier,
vor allem bei unseren Jugendlichen hoch im Kurs. Bei den
letzten Abteilungsmeisterschaften, die im Gymnastikraum
unseres Vereinsheims ausgetragen wurden, gab es folgende
Ergebnisse:
| Fechtanfänger |
Schüler |
B-Jugend |
A-Jugend +
Junioren |
| 1 |
Felix König |
1 |
Till Buchinger |
1 |
Jan Schirpke |
1 |
Simon Stock |
| 2 |
David Hechtl |
2 |
Marvin Feil |
2 |
Christoph Thum |
2 |
Eike Schirpke |
| 3 |
Mirko Feil |
3 |
Julius Wälder |
3 |
Niklas Kluge |
3 |
Jonas Kluge |
| |
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4 |
Linnea Kluge |
4 |
Raphael Stock |
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| Aktive+
Junioren |
| 1 |
Jochen Francz |
| 2 |
Bernd Milde |
| 3 |
Katja Bahle |
| 4 |
Günter Böhringer |
| 5 |
Simon Stock |
| 6 |
Andre Mandl |
| 7 |
Tobias Francz |
| 8 |
Jonas Kluge |
| 9 |
Eike Schirpke |
Ein absoluter Höhepunkt war für unsere Friesenkämpfer die
Teilnahme an den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften im
Rahmen des Deutschen Turnfestes. Der Friesenkampf besteht
aus den Disziplinen, Schießen, Kugelstoßen, Laufen, Schwimmen
und Fechten. In der Vorbereitung auf diese Meisterschaften
durften wir wieder auf der Anlage der Schützengilde Aalen
trainieren. Auch bei der Bereitstellung der Luftgewehre halfen
uns die Schützen aus. Hierfür auch auf diesem Weg noch
einmal herzlichen Dank. Die Tage in Frankfurt beim Turnfest
waren für alle Teilnehmer sehr abwechslungsreich und anstrengend.
Sportlich gesehen waren sie auch erfolgreich.
Bernd Milde belegte Platz 3 mit 45,8 Punkten bei den Männern
30+. Ingmar Bauckhage ereichte 49,55 Punkte und wurde 4.,
Simon Stock wurde 6. mit 46,82 Punkten. Beide starteten in der
Altersklasse 18/19. Eike Schirpke erreichte Platz 9 mit 43,47
Punkten bei den 14/15–jährigen. Ursula und Josef Francz
nützten die freien Tage in Frankfurt um am Rahmenprogramm
des Turnfestes teilzunehmen.
In diesem Jahr waren auch wieder einige Nachwuchsfechter
bei den Bezirksmeisterschaften des Bezirks Donau mit dabei.
Hier sammelten sie erste Turniererfahrungen auf die sich in der
Zukunft aufbauen lässt.
Im September starteten die Geschwister Jochen Francz
und Katja Bahle (geb. Francz) beim Internationalen Munot-
Turnier in Schaffhausen. Die Munot-Zinne ist eine wuchtige
Befestigungsanlage hoch über den Dächern von Schaffhausen,
die vom Munot-Verein in Schuss gehalten wird. Im Wehrgang
dieser Anlage wurde auf historischem Boden aber auf
modernen Fechtanlagen das Degenturnier ausgetragen. Das
Turnier war ein Er und Sie Turnier, bei dem die Fechterin den
Wettkampf begann, der Fechter übernahm den Gefechtstand
und brache das Gefecht zu Ende. Unsere MTVler konnten
sich prächtig behaupten und verpassten nur um 1 Treffer das
Finale. Im Kampf um Platz 3 gegen Luzern konnten sie sich
behaupten und mit 10:7 gewinnen. Unterstützt wurden beide
von der kompletten Familie Francz.
Neben den fechterischen Ereignissen war, wie seit 4
Jahrzehnten, das „Spitzarschen“ im MTV-Heim ein Höhepunkt
im Fechterjahr. Ca 60 Teilnehmer kämpften mit ihren
gekochten Hühnereiern um die Titel des „Spitzarschs“ bzw. des
„Superspitzarschs“. Nach einigen fröhlichen Runden standen
dann die Sieger fest. Vorjahresiegerin Rosi Schierle konnte
ihren Erfolg wiederholen und wurde mit 15 erkämpften Eiern
„Spitzarsch 2009“. Den Titel des „Superspitzarschs“ errang
nach einigen KO-Läufen Adrian Kensch. Alle Eier wurden in der
Küche von Familie Knobel zu einem schmackhaften Eiersalat
verarbeitet. Hierfür und für die Gastfreundschaft im MTV-Heim
über das ganze Jahr, recht herzlichen Dank.
Danken möchte ich auch der Vorstandschaft unseres Vereins
und Heike Dargies-Meyer für die gute Zusammenarbeit im
vergangenen Jahr. |
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